Die Auswirkungen des Menstruationszyklus auf unsere Haut

Es ist allgemein bekannt, dass Hormone eine enorme Auswirkung auf unseren Körper haben können, sowohl mental als auch physisch. Darunter fällt auch unsere Haut. Deswegen bemerken Frauen immer wieder Hautveränderungen während des Menstruationszyklus. In diesem Blogpost erklären wir dir aus diesem Grund, wie sich deine Haut während deinem Zyklus verändert und wie du deine Gesichtspflege anpassen kannst. 


Der Menstruationszyklus

Der Zyklus ist in vier verschiedene Phasen geteilt. 

  • Die Menstruationsphase (beginnt am 1. Tag deiner Periode und dauert normalerweise zwischen 4 - 6 Tage)
  • Die Follikelphase (diese Phase dauert bis zum Eisprung, circa 1 Woche)
  • Die Ovulationsphase (Eisprung)
  • Die Lutealphase (beginnt nach dem Eisprung und dauert etwa 2 Wochen, bis die Periode wieder einsetzt) 

Östrogen und Progesteron

Der Progesteron- und Östrogenspiegel steigt und sinkt immer wieder während des Menstruationszyklus. Besonders Östrogen hat einen enormen Einfluss auf die Haut und beeinflusst unter anderem die Kollagenproduktion, erhöht die Hyaluronsäureproduktion, verbessert die Hautbarrierefunktion und verringert die Talg- (Öl-) Drüsenaktivität. Progesteron hat eine weniger deutliche Wirkung auf die Haut, ist aber für die höhere Durchblutung und Talgdrüsenaktivität in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus verantwortlich.  


Die Menstruationsphase

In der ersten Phase des Menstruationszyklus sind Östrogen- und Progesteronspiegel am niedrigsten, was zu einer Beeinträchtigung der Hautbarriere führt, die Hautfeuchtigkeit verringert und eine geringere Talgdrüsenaktivität zur Folge hat. Die Haut ist oft trocken und dehydriert. Besonders in dieser Phase sollte darauf geachtet werden, dass die Haut genügend Feuchtigkeit erhält und nicht dehydriert. Am besten dafür geeignet sind Produkte mit beruhigenden und pflegenden Inhaltsstoffen, zum Beispiel unser Hyaluronserum oder auch mal eine feuchtigkeitsspende Maske. 


Die Follikel- und Ovulationsphase

In der Follikelphase nimmt das Östrogen stetig zu, bis es während des Eisprungs den Höchstwert erreicht. Folgen davon sind eine Verbesserung der Barrierefunktion der Haut, eine Erhöhung der Hautfeuchtigkeit, als auch eine höhere Produktion von Kollagen und Hyaluronsäure. Das Progesteron ist immer noch niedrig, wodurch die Talgdrüsenaktiviät weiterhin niedrig ist. Oft sieht die Haut am besten in der Zeit um den Eisprung herum aus.

Da die Haut in dieser Zeit von alleine meistens schon sehr gut ist, muss man keine besonderen Produkte verwenden. Gut eignet sich auch ein sanftes Peeling, um die Haut von abgestorbenen Hautschüppchen zu befreien.


Die Lutealphase

Das Progesteron steigt in dieser Phase an, was die Talgdrüsenaktivität erhöht und zu einer fettigen Haut führt. Viele Frauen leiden in dieser Zeit auch an leichter Akne in Verbindung mit fettigen Haaren. Zum Ende der Lutealphase sinken Östrogen und Progesteron wieder und der Zyklus beginnt von vorne. Kurz vor Beginn der Periode ist die Durchlässigkeit der Hautbarriere relativ hoch, wodurch die Haut empfindlicher auf Allergene und Reizstoffe reagiert. Die Hautpflege sollte in der Zeit darauf fokussiert werden, die Ölproduktion zu verringern und so der Bildung von Pickeln oder Akne entgegenzuwirken. Vor allem zum Ende der Lutealphase sollte darauf geachtet werden, keine Produkte mit reizenden Inhaltsstoffen zu verwenden. Außerdem sollte auf das Gesicht regelmäßig gründlich gereinigt werden, zum Beispiel mit einem Reinigungsschaum


Fazit

Während des Menstruationszyklus schwankt der Hormonspiegel ständig. Einige Produkte können die Effekte verringern, letztendlich ist aber jede Haut anders und reagiert anders auf Schwankungen im Hormonhaushalt. Du kennst deinen Menstruationszyklus und deine Haut am besten. Achte doch das nächste Mal darauf, wie sich deine Haut verändert, um den Effekten der Hormone entgegenwirken zu können.

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